Chabarowsk Reisebericht - Stadt am Amur

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Chabarowsk Reisebericht


Den ersten Eindruck von Chabarowsk bekommt man, wenn man mit dem Zug aus dem Westen die große Eisenbahnbrücke über den Amur fährt. Diese Brücke ist ganz neu. Es ist zu beachten, dass nur Züge Westen - Osten über die Brücke fahren. Aus strategischen Gründen gibt es noch einen Tunnel unter dem Amur, welchen nur die Osten - Westen Züge nutzen. Deshalb sollte man gut überlegen, in welche Richtung man den Amur bei Tag überqueren möchte. Nach weiteren zehn Minuten erreicht man dann den Bahnhof von Chabarowsk. Chabarowsk schwelgt im Hochmut und tatsächlich ist der Ferne Osten nicht so wie der Rest Russlands. Auf der einen Seite ist Chabarowsk im tiefsten Russland und auf der anderen Seite gibt es hier ein Streben nach einer besseren Zeit. Gleich überraschte uns schon, dass es in Chabarowsk an der Tramhaltestelle sogar Abfahrtspläne und Übersichtspläne existieren. Zwar waren die Trams uralt aber die gesamten ÖPNV Anlagen kommen sehr europäisch daher. Weiterhin sieht man auf den Straßen kaum Chinesen oder Leute aus anderen Volksgruppen.

Deshalb ist es kaum zu glauben, dass China nur zehn Kilometer von der Innenstadt entfernt sein soll. Als erstes besuchten wir den chinesischen Markt. Eine Strecke sind wir mit dem Bus gefahren, die Rückfahrt absolvierten wir im Taxi. Anschließend ging es dann mit der Tram in die Innenstadt. Die Fußgängerzone ist keine außer-gewöhnliche Fußgängerzone. Folgt man der Straße kommt man dann zu einer Kirche und man erreicht den Amur. Der Amur ist einer der längsten und größten Flusse in Russland und Asien. Direkt auf dem Berg über dem Amur kann man erahnen, warum Chabarowsk das San Francisco des Fernen Osten sein soll. Die gesamte Stadt ist auf Hügeln gebaut, aber leider können wir aus eigener Erfahrung sagen, dass dieser Vergleich etwas hinkt. Die Hügel in San Francisco sind viel großer und steiler.


Wir stiegen vom Hügel hinab zur Promenade. Im Gegensatz zum Angara, Irtysch oder der Wolga, war der Amur schon zugefroren. Wir fassten aber schnell vertrauen, da einige Leute gerade den Fluss überquerten. Wir gingen bis auf die andere Seite des Ufers. Es war ein sehr interessantes Gefühl einen der größten Flüsse der Welt zu Fuß zu überqueren. Einige Eisplatte ragten aus dem Eis hinaus und teilweise musste man über Eisbrocken klettern.

Nach dem „Spaziergang“ über den Amur war es wieder mal dunkel und wir gingen in ein Restaurant. Diesmal hatten wir das teuerste Restaurant auf der ganzen Reise erwischt. Wir nahmen ein paar Suppen zu uns und aßen dann noch ein paar Kleinigkeiten in einem anderen Lokal.

Zurück am Bahnhof wartete schon der Firmeny „Okean“ auf uns der uns bis nach Wladiwostok bringen sollte. Dieser Zug war bestens ausgestattet. Wir waren sehr zufrieden mit dem Zugteam. Eine Frau aus Wladiwostok begleitete uns im Abteil. Sie sprach ausnahmsweise ein paar Brocken Englisch. Dann war auch schon Schlafenszeit.


Fortsetzung: Wladiwostok Reisebericht