Reisebericht: Teheran - Hauptstadt des Iran

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TEHERAN Hotels und Reisebericht


Teheran - die Hauptstadt des Iran ist eine der ungewöhnlichsten Hauptstädte der Welt. Nicht nur die Superlative (siehe unten) machen diese Stadt zu einem außergewöhnlichen Agglo-merationsraum, sondern auch die Menschen, Kulturen und Traditionen tragen dazu bei. Wir laden Sie ein diese zauberhafte Stadt kennenzulernen...



Fakten über Teheran:

• 12 Millionen Einwohner

• 50 Prozent der Teheranis sind unter 30 Jahre alt

• Höhenunterschiede von über 400 und Stadtteile auf 1500 Metern
• Regierungssitz und ehemalige Residenz des Schahs

  1. Firmensitz von Iran Khodro

  2. eines berühmtesten Hotels in Teheran ist das Laleh - vor der Verstaatlichung hieß es Intercontinental



Teheran Reisebericht


Teheran kann durch einige Sehenswürdigkeiten international auf sich aufmerksam machen. So sollte man folgende Sehenswürdigkeiten auf keinen Fall verpassen:


Der größte Diamant der Welt

liegt in der staatlichen Schatzkammer in der Melli Bank.

Vergiss den Tower of London! Vergiss den Moskauer Kreml! Vergiss Paris! Wirklich keine Schatzkammer dieser Welt kann, in Präzision und trefflicher Güte, mit Teheran mithalten. In der Teheraner Schatzkammer finden Sie nur ein paar hundert Ausstellungsstücke - Sie werden vielleicht auch nur eine Stunde für Ihre Besichtigung benötigen - dennoch wird dieser Besuch ein für immer unauslöschliches Erlebnis sein.

Anmerkung: Lassen Sie sich nicht beirren, das Museum ist tatsächlich hinter dem schwer bewachten Eingang rechts der Melli Bank.


Saad Abad Palast

da dieser leider sehr weit im Norden liegt, konnten wir diesen nicht 

besuchen. Aber die Kunstausstellung von der ehemaligen Frau des Schahs ist 

bestimmt beeindruckend.


Der größte überdachte Basar der Welt

Nehmen Sie sich Zeit. Viel Zeit. Denken Sie am Besten gar nicht daran, eine Karte zu verwenden. Laufen Sie, entdecken Sie - tauchen Sie ein in eine der größten Malls unserer Erde. Erfahren Sie das System Basar und beantworten Sie sich zum Schluss die Frage warum Iraner mit einem Aldi oder Edeka nichts anfangen könnten.

Anmerkung: Der Basar hat täglich bis zum Sonnenuntergang (und länger) geöffnet. Erreichbar via Metro. Weitgehend geschlossen an Ashura.


Milad Tower (Fernsehturm)

die Aussagen, ob man diesen Turm besuchen kann oder nicht gehen weit auseinander. Fest steht, dass wir jedenfalls nicht die Chance hatten auf den Turm zu fahren. Schon gleich am Eingangstor wurde unser Taxi abgefangen und wieder zurückgeschickt. Die Begründung, wegen Wartungsarbeiten an der Antenne sei der Turm nicht offen. Trotzdem macht der Fernsehturm einen tollen Eindruck und wir fanden es sehr schade diese Attraktion nicht besuchen zu können.


Parks in Teherans Norden

Ganz im Norden Teherans befinden sich einige schöne Parks. Vor allem  die Reichen und Schönen können es sich leisten in einer der teuersten Wohngegenden des Iran zu hausen. Gerade wegen der guten Luft und den etwas kühleren Sommern schießen hier große Neubeuten in die Höhe. Aufgelockert wird der Anblick durch einzelne exklusive Villen, die irgendwo zwischen Kitsch und Größenwahn angesiedelt sind.

Aus unserem Spaziergang durch den Djamdjideh Park wurde zwei Stunden später eine Klettertour. Am Ende hatten wir einen kleinen Gipfel bestiegen und  wurden mit einem königlichen Blick über die Stadt belohnt. Der gemütliche Wanderweg ist gesäumt von Skulpturen der einflussreichsten Künstler des Landes. Leider wird die Aussicht durch Hochspannungsleitungen gestört.


Azadi Monument

ein eindrucksvoller Bau, welcher durch eine grandiose Ilumination besticht. Die Steine sind aus allen Winkeln des Landes herangetragen. Jedes verbaute Stück ist einzigartig und musste individuell angefertigt werden. Anmerkung: Achtung! Die Religionspolizei achtet auf gemächliches Schritttempo und angemessenes Verhalten.


National Carpet Museum (Teppichmuseum)

Das Teppichmuseum des Iran ist die große Designoase des Landes. Es ist das Stilasyl und der Hort guten Geschmacks zugleich. Vom integrierten Teehaus bis zur perfekten Inszenierung jedes Teppiches ist hier nichts dem Zufall überlassen. Die Anzahl der Teppiche ist überschaubar und alle sind von herausragender Qualität.


Museum of Contemporary Art

Wussten Sie, dass sich die umfangreichste Sammlung Moderner Kunst, mit Ausnahme Europas und New Yorks, in Teheran befindet? Währen unseres Besuchs in Teheran, gastierte dort die weltweit größte Ausstellung von Ernst Barlach und Rosa Luxemburg. Diese 

Ausstellung war in der Islamischen Republik längst nicht so umstritten in der wie die einmalige Sonderschau von 2005, die nur für ein paar Wochen der Öffentlichkeit zugänglich war. Damals wurden die Kunstschätze der berühmtesten Künstler der Moderne gezeigt. Gesamtwert der Hauseigenen Sammlung: 3 Milliarden US $. Fast jedes der einzigartigen Kunstwerke befindet sich (unzugänglich) im Kellergeschoss des Museums.


Was in Berlin die Mauer...

ist in Teheran die seit Jahrzehnten verlassene Amerikanische Botschaft. Hier befinden sich nicht nur Zeitgeschichte sondern auch berühmte Graffitis (siehe Fotos rechts).


Imam Khomeini Mausoleum

Dieser, noch nicht fertig gestellte, riesige Gebäudekomplex liegt etwas außerhalb und kann dennoch einwandfrei mit der Metro erreicht werden. Der Schrein ist 24/7 geöffnet und man kann ihn bei einem Besuch in Teheran auch zu denkbar ungünstigen Zeiten programmieren.


Ashura

An diesem zentralen Trauertag der Schiiten gibt es im Iran einige 

interessante Hotspots, um diesem Tag würdig zu begegnen. Selbst einen Monat vor dem tatsächlichen Trauertag gibt es überall Prozessionen und Predigten. 

Hotspots sind Mashad, Yazd und vor Allem Kerbala im Irak, wo das Drama um Hossein, den Schiitensohn stattgefunden hat (Kerbala an Ashura ist in der Pipeline von m-hesse.com). Weitere Informationen gibt es in dein einschlägigen Reiseführern oder Internetseiten.

Am wichtigsten Trauertag des Ashura (7. Januar 2009) waren wir auf dem zentralen Platz vor dem Basar und konnten an einer Inszenierung teilnehmen. Hier wurde symbolisch das Zelt des Hossein abgebrannt.

Weiterhin gab es an jenem Tag überall kostenlosen Tee und kostenloses Essen. Es ist wirklich beeindruckend zu erleben, wie wir als Touristen an diesem schiitischen Trauertag herzlichst in die Gemeinde integriert wurden. Man kann sich unverbindlich bedienen und die Iraner freuen sich über den Zuspruch der Ausländer. Es war außerordentlich unglaublich angenehm. Martin hatte die Gelegenheit bei einem Interview mit Iranian-International-Press-TV seine 

Kenntnisse über die Schiiten und Imam Hossein unter Beweis zu stellen. Er übertraf mit der Exaktheit seiner Antworten die Erwartungen der Zuhörerschaft bei Weitem.



RESTAURANTS UND ESSEN IN TEHERAN


Der Lonely Planet beschreibt einige tolle Restaurants die man besuchen sollte. Wir haben den Reality-Check gemacht:


Cafe Ghandi 13 [our pick]

Das Beste Café nennt sich Cafe Ghandi 13. Geführt von einer Amerikano-Iranerin, bietet dieses Café diverse kulinarische Highlights der US-Kultur: Chips (!) mit Käse, Würstchen mit Chips, Chips mit Ketchup, Chips mit... natürlich alles frisch aus der Mikrowelle... 

Als Höhepunkt gibt es Bier (non-alcoholic Delster -> O.K.) in herrlich geeisten Biergläsern.


Empfehlenswert ist die traditionelle Schischa-Lounge südlich des Basars. Hier hat man die seltene Gelegenheit in stilvollem Ambiente und mit passenden iranischen Leckereien Wasserpfeife zu genießen. Das Restaurant wird im Lonely Planet beschrieben und liegt an der großen Straße, die im Westen den Basar abschließt.


Weiterhin sollte man das enteignete Intercontinental Hotel besuchen, welches heute unter dem Namen Laleh Hotel firmiert. Dieses Hotel ist nicht nur eines der teuersten im Iran, sondern bietet den Touristen auch mehrere Restaurants. Wir entschieden uns für das fensterlose iranische Spezialitätenrestaurant im Erdgeschoss. Gereicht wurden einige Highlights der iranischen Küche - frei kombinierbar mit besonders schmackhaften Salaten. Tjark entschied sich für gegrillten Stör, welcher hervorragend mundete (16 Euro – 

das teuerste Gericht im ganzen Iran).

Leider mussten wir feststellen, dass im gesamten Iran die Garnierung des Essens kaum Unterschiede aufwies. Gleiche Speisen sahen auch immer gleich aus und das im gesamten Land. :(


Auch in der Teheraner Jugendszene hat sich der Trend durchgesetzt, verrückte Eisbecher und Eiscocktails zu essen. Um dieser Leidenschaft zu frönen gibt es in der ganzen Stadt kitschig bunte und sehr moderne Minieiscafés. Wenn es mal richtig voll wird, fühlt man sich schnell wie in einer iranischen Sardellenbüchse - wahrscheinlich zieht gerade das die vielen Jugendlichen und Studenten an. BTW, diese Treffpunkte sind nicht nur cool sondern ein zumeist ein echtes organisatorisches Meisterstück: Achten Sie mal darauf wo die Eisbecher genau herkommen...


Weitere Empfehlung ist der Armenian Club. Diesen kann man nur und ausschließlich durch einen ortskundigen Fahrer finden. Er befindet sich in einer einfachen Straße und ist völlig unscheinbar. Von Außen erkennt man diesen Club nicht. Sie müssen an der Tür links vom großen Stahltor klingeln.


Vielfach empfohlene und optisch teils herausragende Restaurants finden sich im Djamdjideh Park


Supermärkte

Weiterhin gibt es in Teheran eine Hand voll Supermärkte. Wir selber haben davon zwei gesehen. Sie sind durch eine Person mit Einkaufswagen im Straßenverkehr gekennzeichnet. Ein anderer befindet sich direkt an der abgeschlossenen Buslinie zum westlichen Fernbusbahnhof (Terminal-e Gharb) auf Ost-West Verbindung (Enqelab Avenue).

Der Supermarkt gehörte einer „Chain“ an. Im Iran ist die „Chain“-Zugehörigkeit schon eine Art Markenzeichen, da dies auf verlässliche Qualität an verschiedenen Standorten hinweist. Man muss verstehen, dass die Bazaris Supermärkte hassen, schließlich sind sie das komplette Gegenteil zur orientalischen Einkaufskultur. Dennoch haben die Bazaris keinen wirklichen Grund zur Aufregung: Selbst in der Türkei konnten sich Marken wie Migros, in über einem halben Jahrhundert, noch nicht flächendeckend durchsetzen.

Das Warensortiment des iranischen Supermarkts ist mit dem eines Bahnhofs-Ihr-Platz oder Müller vergleichbar: Ein sehr mageres Frischesegment, kaum Früchte und Fleisch, dafür ein paar Kühlregale. Viel Drogerie und Kosmetik, zahlreiche Konserven, außerdem Süßwaren und Öle und Sirup in rauen Mengen. Interessanter Weise gibt es auch hier fast ausschließlich iranische Erzeugnisse. Kaum ein Auslandserzeugnis, geschweige denn westliche, fanden ihren beschwerlichen und vor allem teuren Weg vorbei am Wirtschaftsembargo. Dennoch gibt das Land so ziemlich alles her was man für einen vollwertigen Einkauf braucht - Chapeau Iran!

Die Warenpräsentation und die Verkaufsräume lassen leider sehr zu wünschen übrig - defekte Rolltreppen und alte Regale, sind allerdings nicht zuletzt dem anhaltenden Embargo geschuldet. Geöffnet ist bis spät in die Nacht, auch an Sonn- und einigen Feiertagen.


DIZIN ALBORZ SKIRAN - SKIING IN IRAN


Sonne, Strand, gutes Essen, freundliche Menschen, Kultur, Entspannung und logischerweise Skifahren gehören zum gelungenen Urlaub dazu...


5.30 Uhr klingelte der Wecker und die Nacht lag noch über Teheran. Die sonst überfüllten Straßen waren wie leergefegt. Die mehrspurigen Boulevards durch die Innenstadt von Teheran präsentierten sich an diesem morgen mächtiger denn je. Erst jetzt konnte man erkennen, wie hervorragend die iranische Infrastruktur ist. Diese Kulisse hätte sicher gerne manches Straßenrennen versüßt. Doch an jenen Morgen waren nur wir in einem kleinen Bus unterwegs. Das Firouzeh Hotel organisierte für diesen Tag einen Ausflug in eines der höchsten Skigebiete der Welt.

Ziel ist das Gebiet um Dizin im Alborz-Gebirge (Elborzgebirge). Unserer kleinen Gruppe hatten sich noch ein Brite (rezessionsbedingt arbeitsloser Banker), ein Tscheche, ein Niederländer und ein Australier angeschlossen. Die Fahrt von Teheran zum Skilift in Dizin dauert circa zwei Stunden. Bis nach Karaj befährt man eine Autobahn, ab dann geht es in die Berge. Die Straße schlängelt sich in Serpentinen die Berghänge hinauf. Die Straße wird gesäumt von einigen Kiosken und Restaurants.

Mit dem Ziel Dizin, waren wir an jenem Morgen nicht allein. Einige Autos, aus denen Skier oder Snowboards herausragten, überholten uns. Ganz am Ende der Route in Dizin ist ein mittelgroßer Parkplatz. Es steht fest, dass das Skigebiet locker für mehr Fahrer geeignet wäre - vorausgesetzt, es gibt schnellere und vielleicht weitere Lifte. Direkt am Parkplatz befinden sich einige Verleiher und Verkäufer. Hier kann man alles rund ums Skifahren erstehen oder mieten. Die Skimiete beträgt zwischen 10 und 25 Dollar je Skipaar. Man muss aber nicht zwingend auf das günstigste Modell zurückgreifen. Die Bindungen waren hier teilweise nicht vertrauenserweckend.

Gegenüber dem weithin sichtbaren Hotel gibt es drei Kassen in einem Häuschen. Nach der obligatorischen Wartezeit hatten wir dann für weniger als 30 Dollar zwei Tagespässe erstanden. (Vorsicht, die Ausweise haben einen Pfand von ca. 2 Euro. Wo man den Ausweis zurückgeben muss, war am Ende des Tages nicht mehr rekonstruierbar).

Da Freitag im Islam vergleichbar zu unserem Sonntag ist, kamen auch einige junge Teheraner zum Skifahren. Am ersten Lift bildeten sich Schlangen und man musste ca. 30 Minuten warten. Als Ausländer wurde uns angeboten, direkt in den Lift einzusteigen, was wir aber ablehnten - das wär‘s ja auch (schließlich kostet unser Ticket keinen Cent mehr)! Der Lift ist ein Fabrikat aus Grenoble - siebziger Jahre. Man erreicht dann im roten Lift einen zweiten Parkplatz in über 3000 Meter Höhe. Der Gelbe Lift fährt direkt bis zur Hütte in der Mitte der Piste. Von dort aus kann man weitere Lifte nutzen, zum Beispiel auf die Bergspitze mit knapp 4000 Metern. Von dort hat man einen grandiosen Blick auf den Damavand (Wiki). Der Damavand ist der wichtigste und höchste Berg im Iran. Direkt im nächsten Tal befindet sich das andere Skigebiet Shemshak. Leider kann man es vom Gipfel nicht sehen. Jenes Skigebiet bietet angeblich Pisten auf höherem Niveau mit einigen schwarzen Pisten an (aber insgesamt kleiner).  Weiterhin kann man dieses Skigebiet direkt von Teheran aus erreichen. Eine Verbindungsstraße zwischen Shemshak und Dizin führt über einen Pass. Im Winter ist dieser bestimmt nicht immer befahrbar.

Dizin eignet sich dennoch gut zum abwechslungsreichen Skivergnügen. Vornehmlich (leichtere) rote Pisten zieren das Anspruchsniveau von Dizin. Besonders der trockene Pulverschnee lässt großes Skifahrvergnügen aufkommen. Empfehlenswert ist eine Mittagspause in der Hütte auf der Mitte der Piste. Hier wird Fast Food à la ZFC feilgeboten. Ist auch ganz lecker und leicht unter europäischem Preisniveau. Wir waren sehr zufrieden, denn der Chickenburger war echt riesig und nicht zu vergleichen mit ähnlichen Produkten von McDonalds oder Yum! Brands.

Im Lift trifft man auch einige Ausländer. Insbesondere dieses Skigebiet ist ein Hub für alle Schneefreunde im Mittleren Osten. Außerdem zieht es viele Auslandsiraner dort hin. Wir haben jemanden aus Hessen getroffen. Weiterhin konnten wir feststellen, dass es sehr viele SnowboardfahrerInnen gibt. Sie nutzen die Chance ohne Kopftuch zu boarden!

Zwar war das Gebiet für iranische Verhältnisse überfüllt, aber für europäische Gemüter ist die Piste nur schwach ausgelastet gewesen.

Nach sieben Stunden hatten wir um 16:00 Uhr die Pisten verlassen und alles zurückgegeben. Die Heimfahrt im Kleinbus mutierte zu einer Bleifussrallye. Die „Bundesstraße“ wurde kurzerhand für den Gegenverkehr gesperrt und nun standen für die abreisenden Skifahrer gleich zwei Spuren bereit. Es entstand eine Art Wettrennen auf der kurvigen Straße. Aber die rasante Fahrt  hat Spaß gemacht. 


TEHERAN HOTELS


Am nächsten Tag (10. Januar 2009) mussten wir um drei Uhr nachts aufstehen um den Flieger zu erreichen.

Herr Mousavi, der one-in-a-million Hotelchef des Firouzeh, ist ein echter Transportnarr. Er war hierbei in zweierlei Hinsicht ein Experte: Er suchte super-kurzfristig Flugtickets von THR nach IST (Atatürk) heraus - um nur 120 Euro! Außerdem schaffte er es Tjark von der Bedenkenlosigkeit und dem exzellenten Service von Mahan Air Iran zu überzeugen.

Das Firouzeh Hotel muss man schon allein wegen Herrn Mousavi buchen. Herr Mousavi hat beste Connections, organisiert Auslandsverbindungen aller Art und sogar günstige Sofortgeldtransfers. Alle Art von Dienstleistung können wir, uneingeschränkt weiterempfehlen.

Sollten Sie kurzfristig nach Iran reisen und keine weiteren Stationen als Teheran haben, können Sie das Firouzeh problemlos als Hub verwenden. Herr Mousavi hilft Ihnen Tages- oder Mehrtagestouren zu organisieren. By the way, Herr Mousavi ist so gut wie immer direkt ansprechbar. In unserem Fall hat er sogar einfach seine Liege aufgeklappt und neben dem Rezeptionsdesk geschlafen. Wir hatten das Gefühl dieser Mann ist immer wach - ein echtes Phänomen und eine wirkliche Vertrauensperson.


m-hesse.com outstandig accomodations:

firouzeh hotel teheran, amir khabir street

hompage des hotels (englisch)

zimmer: spartanisch eingerichtet, renovierungsbedürftig, ausreichend bis befriedigend

service: herausragend

preis-/leistungsverhältnis: sehr gut

frühstück: standard, befriedigend

lage: gut (zur metro knapp 10 minuten)


IKA TEHERAN IMAM KHOMEINI International Airport


Die letzten Rial hauten wir dann im Flughafen IKA auf den Kopf. Aber Vorsicht! Es gibt im Transitbereich / Securitybereich keinen Zeitungsladen wo man die „Teheran Times“ Zeitung kaufen kann.

Das Terminal ist klein, Zoll haben wir nicht gesehen und wurden auch nicht kontrolliert. Ausländische Touristen werden weniger streng behandelt.


Wir bestiegen dann einen ziemlich neuen Airbus von Mahan Air (für Chartertickets Firouzeh Hotel kontaktieren). Auf den 150 Sitzen konnten nun 30 Fluggäste Platz nehmen. Gleich nach dem Start gab es leckeres Frühstück. Der Flug war äußerst angenehm und wir erreichten nach vier Stunden ausgeruht den Atatürk Flughafen in Istanbul (IST). Leider liegt die Flugzeit so, dass man alle wichtigen europäischen Anschlussflüge in Istanbul (IST) verpasst. Wir fuhren mit der S-Bahn wider nach Akseray in die Innenstadt von Istanbul.


Trotzdem müssen wir eine Lanze für Mahan Air brechen. Das Personal gibt sich sehr viel Mühe und Mahan Air versucht auf den europäischen Strecken

die neusten Flugzeuge einzusetzen. Insbesondere die Flugbegleiterinnen haben taillierte Schleier und verwöhnen die Gäste. Auf Grund des Embargos kann Mahan Air leider nur gebrauchte Flugzeuge kaufen und kann sich ganz schlecht neue Ersatzteile kaufen. Zwei Monate nach unseren Flügen mit Mahan Air und Turkish Airlines (THY) ist natürlich eine Maschine von

Turkish THY bruchgelandet.


Mahan fliegt Düsseldorf - Teheran direkt.


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text: tjark METZNER, nürnberg, martin HESSE, stuttgart