1.2.3. ANKARA! Ein Reisebericht vom Balkan

2006

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contributors: anna_maria:TREUTLER, tjark:METZNER


Balkan Reisebericht - Willkommen bei 1. 2. 3. Ankara! Wir wandern aus: In die Türkei. Ein Test der die Zukunft Europas bestimmen wird. Wir entdecken den unwahrscheinlichsten Teil Europas: Den Balkan. 5000 km, 8 Länder! Unterwegs waren

Anna-Maria Treutler (alias Katrin Bauernfeind)

Martin Hesse (alias Henning)

und Tjark Metzner (alias Herr Lichtenstein)


Im Sommer 2006 war es soweit, der Balkan stand auf den Plan. Eine Reise durch die unbekanntesten Regionen in Europa. Eine Bestandsaufnahme der Kulturen und Völkerverständigung. Wie weit sind Rumänien und Bulgarien auf dem Weg in Europäische Union? Der Balkan – was hat man nicht schon alles von diesem Flecken gehört. Nicht bis zuletzt (1999) tobte noch ein Krieg, und jetzt? Genau diese Fragestellungen fanden wir so furchtbar interessant. Wie bei 1. 2. 3. Istanbul mussten wir IGPs (Integrationspunkte) sammeln.

So standen einige Challanges auf den Plan:

Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Serbien und Montenegro


Hier die wichtigsten Reisestationen um die IGPs zu sammeln.


PRAGUE reisebericht

Nur 4 Stunden, das reicht für einen kurzen Tourirundgang.


BUDAPEST reisebericht

Wir haben in einem typischen Ungarischen Restaurant gegessen, wo auch die ganzen Bauarbeiten speisten. Da wir von der Karte kein Gericht entzifferten, hatten wir einfach so bestellt. Das Essen war besonders lecker mit extra viel Knoblauch und Bohnenkraut. So haben wir uns in Ungarn richtig integriert.


SCHÄßBURG (SIGISOARA) reisebericht

Tolle Innnenstadt. So ein bisschen wie in Deutschland und ein paar Menschen verstehen auch Deutsch. Das Geburtshaus von Graf Dracula ist ebenfalls sehenswert. Schäßburg wird als Weltkulturerbe der UNESCO gewürdigt.


KRONSTADT (BRASOV) reisebericht

Auch tolle Stadt, wahrscheinlich die reichste Stadt Rumäniens. Tipp: Die großen weißen Hollywood-Lettern von Brasov mit der Seilbahn besuchen. Vorsicht: Dort wurden auch schon häufiger Touristen von Bären verfolgt.


HERMANNSTADT (SIBIU) reisebericht

Die Kulturhauptstadt Europas 2007 hat auch schon 2006 einiges zu bieten. Ausgezeichnet war die Küche in einem kleinen Kellerrestaurant für 5 Euro pro Person. Auch in Sibiu erwartete uns ein herrliches Stadtbild. Angenehm war die Gepäckaufbewahrung am Bahnhof. Das Zauberwort auf dem Balkan heißt 24/7 – die Gepäckaufbewahrung hat immer auf.


BUKAREST (BUCURESTI) reisebericht

Auch wenn die Stadt nicht die schönste Stadt auf dem Balkan ist - hier kann man immer etwas erleben. Direkt neben dem Skatepark (im Park von Bukarest) findet man eine chillige Outdoor-Lounge, wo man sofort auf den  trendigen Stühlen ein kühles Urs (gutes rumänisches Bier) trinken möchte. - Integration.


KLOSTER RILA reisebericht

Am allerheiligsten Ort Bulgariens muss man auch mal übernachtet haben (Reservierung telefonisch). Besonders abends, wenn alle Touristen weg sind, kann man das Kloster in einer einmaligen Kulisse und aus einer ganz neuen Perspektive betrachten. So kann man sich der orthodoxen Kirche auch gedanklich öffnen. Weiterhin empfiehlt sich eine Wanderung in das Rilagebirge. Hier musste Anna die „Fliegenchallenge“ erfüllen. Es galt so weit auf den Berg steigen, bis keine Fliegen mehr um ihren Kopf schwirrten (ihr Shampoo hat Fliegen magisch angezogen). Nebenbei musste Martin die „Interrailchallenge“ für seine IGPs erfüllen: Kurz vor dem Gipfel hatten wir junge Menschen aus München getroffen, die uns fragten wieso wir kein Interrail hätten. Daraufhin antwortete Martin: 

„Interrail ist asozial“ (Nutzer des Balkan Flexi Pass 1st kommen weiter).


Das Rilakloster ist einmalig, lohnt unbedingt einen Besuch. Das Kloster Rila ist in die UNESCO-Weltkulturerbeliste eingetragen.


SOFIA reisebericht

Um uns in Sofia zu integrieren, mussten wir der Frage nachgehen, warum gibt es so (!) viele schöne junge Frauen in Sofia. Bis heute bleibt diese Frage ungelöst. Vielleicht liegt es am täglichen Konsum von Fashion TV?


RUSE (RUSSE) reisebericht

Die Donaustadt ist wirklich himmlisch. Hier mussten wir versuchen, irgendetwas um 6:00 Uhr morgens zu machen. Das war Integration pur. Die Innenstadt ist sehr schön, wie in allen Donaumetropolen.


IWANOWA (IVANOVA) reisebericht

Mit dem Regionalzug aus Ruse um 8:07 Uhr angekommen, beschlossen wir den weiten Marsch zu den 5 km entfernten Höhlenklöstern von  Iwanowa zu beschreiten. Gleich an dem Provinzbahnhof (Iwanowa hat nur 5000 Einwohner) konnten wir beim Bahnhofschef unser Gepäck hinterlassen. Auf dem Weg pflückten wir ein paar Pflaumen. Die Höhlenkirchen sind UNSECO Weltkulturerbe. Man kann auch alternativ mit dem Taxi anreisen. Der Weg zurück ist nicht gerade Abwechslungsreich, besonders in der sengenden Hitze des Sommers.


VELIKO TARNOVO (auch TURNOVO, TIRNOVO, TARNOVA)

Die Burganlage ist spitze und auch die Stadt liegt wunderschön auf den Hügeln. Wir speisten abends auf einem Balkon. Das Essen war köstlich! Wahrscheinlich das Beste Essen auf dem Balkan. Abends startete ein multikultureller Event in Veliko Tarnovo, wo wir natürlich teilnahmen. Überall gab es Essen und Musik. Veliko darf auf keiner Reiseroute fehlen.


PLOVDIV reisebericht

Hier musste Anna schon wieder eine Challange erfüllen, nämlich Schuhe kaufen. Diese Aufgabe löste Anna mit Bravur, bei der tollen Einkaufsstraße kein Wunder.


ISTANBUL reisebericht

In der viel gelobten Stadt Istanbul konnten wir uns nicht integrieren, weil die Eintrittspreise selbst für studentische Touristen mit 10 Euro pro Highlight einfach viel zu teuer waren!


ANKARA reisebericht

Wir hatten eine super Unterkunft in der Altstadt von Ankara. Ein echter Traum und das Frühstück war auch wahnsinnig toll. Das alte Haus hatte zwar keine Klimaanlage aber dafür war es authentisch. Weiterführende Informationen unter sawdays.co.uk. Highlights sind auf jeden Fall das Atatürkmausoleum im Süden der Stadt, die Migros am Bahnhof und das Nationalmuseum der Türkei. Besonders letzteres Highlight besticht durch seine tollen Ausstellungen mit der ältesten Darstellung eines Menschen in Form einer weiblichen Tonfigur. Unsere Integration fand dann auf dem Gelände einer römischen Therme statt. Hier wohnte eine Familie die uns spontan zum Kaffee einlud. Sehr nett!


SERBIEN reisebericht

Von Sofia nach Belgrad (Beograd) hatten wir auf Grund einer Verzögerung im Betriebsablauf 6,5 Stunden Verspätung.


BELGRAD (BEOGRAD) reisebericht

Um drei Uhr nachts im Hotel angekommen suchen wir noch eine Disco.  Tagsüber ist Belgrad auch sehr sehenwert. Wie es sich für eine Donaustadt gehört, ist die besonders schöne Altstadt ein Blickfang. Insbesondere der zentrale Einkaufsboulevard steht keinem in Mitteleuropa nach.


MONTENEGRO reisebericht

Montenegro ist nicht nur Schauplatz in Casino Royal (James Bond), sondern Montenegro ist auch ein Zufluchtsort für Naturfreunde und kesse Badenixen. Die schwarzen (negro) Berge (monte) laden jedenfalls zum Wandern ein und die schönen Strände rund um Bar sind angenehm. In diesem Teil unserer Reise sind wir die wahrscheinlich aufregendste Bahnstrecke Europas gefahren (viel schöner als die langweiligen Bahnstrecken in der Schweiz). Inklusive: Europas höchste Eisenbahnbrücke mit 202 Metern. Außerdem gibt es einige atemberaubende Steilhänge und Schluchten.


PODGORICA reisebericht

n/a


Rückfahrt von Belgrad, Budapest, Bratislava, Prag und Bad Schandau (hier steht das berühmte Ayurveda Sanatorium von Christoph Schlingensief) nach Deutschland


Empfehlenswert für eine Bahnreise über den Balkan: der Balkan Flexi Pass 1st [our pick]


Wieder zurück in Deutschland stellten wir fest, dass sich nicht nur der Balkan geändert hat, sondern auch unsere Sicht auf die Balkanländer.


Direkt zu den Reiseberichten:

PRAGUE,BUDAPEST,SOFIA Reisebericht ,BUKAREST Resiebericht, BELGRAD Reisebericht, BAR Reisebericht ,ANKARA Reisebericht)


Bilder: Anna Maria Treutler

Text: Tjark Metzner und Martin Hesse

text: tjark METZNER (nürnberg), martin HESSE (stuttgart), april 2009

fotos: anna maria TREUTLER (halle), 2006

anna in schäßburg

martin in ankara

tjark in belgrad