SEOUL Reisebericht

Seoul Reisebericht
Seoul II

HOME   |   FRANKREICH   |   KAUKASUS   |   IRAN   |   RUSSLAND   |   KOREA   |   CONTACT

 
Seoul

Seoul Reisebericht (Seoul What?)


Als erstes machten wir uns zur Hauptattraktion von Seoul auf, wir besuchten den Palast zu Gyeongbok. Wir erreichten gerade noch die kostenlose Englische Führung um 15:30 Uhr. Eine in typischen koreanischen Gewändern gekleidete Palastführerin versuchte uns in ihrem extrem schnellen und mit koreanischem Akzent durchsetzten Englisch die Geschichte nahezubringen. Sie war wirklich sehr taff, so durften wir sogar in den 1 1/2 Stunden auch mal eine Pause von vier Minuten machen. Perfekte Organisation spielt also in beiden Koreas eine große Rolle. Nichtsdestotrotz erhielten wir einen sehr guten Eindruck von dieser Palastanlage im Zentrum von Seoul. Da hatten wir schon fünf Stunden nach der Landung schon das erste Kulturhighlight gesehen. Insgesamt ist die Anlage sehr gut restauriert, beziehungsweise wieder aufgebaut. Alles sieht wie geleckt aus. Im selben Moment verlieren die „historischen Bauten“ auch einiges von ihrem ursprünglichen Charme.

Im Anschluss gingen wir kurz durch den anschließenden Park und besuchten das kostenlose Folkmuseum. Hier wird auf eine sehr interessante und doch unterhaltsame Weise die Kultur der Koreaner dargestellt. Das Museum ist sehr kurzweilig.


Danach gingen wir entlang der Sejongno Straße Richtung Süden. Hier befindet sich auch die Amerikanische Botschaft, die eher wie ein Gefängnis aussieht. Ja das Gebäude ist wirklich kein Vorzeigegebäude. In der Mitte der Straße steht die Statue des Admiral Yi Sun-sin. Genau vor dem Denkmal gibt es Wasserspiele für die Kinder. Es waren an diesem Abend sehr viele Menschen unterwegs. Nicht nur die Menschen waren unterwegs, sondern wir erspähten auch eine Unmenge an Polizisten. Diese waren Bestens für eine Demonstration ausgerüstet. Wir stellten mit Hilfe eines Reiseführers fest, dass dieser Tag der Tag der Befreiung Südkoreas ist. Man fürchtete also Straßendemos oder sogar Straßenkämpfe. Doch soweit wir es mitbekommen hatten, kam es nicht so weit. Unser Weg führte weiter am Hyundai Building entlang in die Einkaufsstraßen im Downtown. Hier gab es nicht nur viele Geschäfte und große Leuchtreklamen, nein hier waren auch Unmengen an Menschen. Alle Straßen waren richtig voll mit jungen Koreanern. Ja so stellt man sich einen Asienaufenthalt vor.

Es wurde dann auch alsbald dunkel und wir peilten das Hilton Hotel in der Nähe des Bahnhofs an. Wenn man der Straße weiter auf den Berg Richtung N’Seoul Tower folgt, kommt man zu einem wirklich tollen Restaurant, das Naos Nova (restaurant:CHECK siehe unten). Schon das Gebäude ist ein Architekturhighlight. Viel Sichtbeton im Innen- wie auch Außendesign lassen keinen Zweifel daran, dass diese Lokalität metropolitanes Flair versprüht.  Die Innenraumgestaltung ist minimalistisch, weil gerade der Ausblick grandios ist. Die Speisekarte ist sehr gut. Die Preise sind etwas gehoben, aber für den europäischen Geldbeutel noch erschwinglich. Ich genoss eine Fischsuppe mit mehr Fisch als Suppe. Martin hatte gebratenen Aal. Uns mundete das erste Abendbrot in Südkorea.

Gleich von dort aus ging es direkt in die WooBar im W Seoul (Walkerhill Hotel). Das zur Shereton Group gehörende Hotel samt Bar spricht insbesondere junge Menschen an. Elegantes Design, offenes W-Lan und eine reichhaltige Getränkekarte bilden den Rahmen für einen gelungenen Abend. Leider liegt das Hotel inklusive Bar etwas außerhalb der City. Selbst am Wochenende war die Bar zwar voll, aber so richtig Stimmung kam nicht auf. Deshalb ist diese Bar leider nur fast perfekt, aber ein Besuch allemal wert. An- und Abreise kann mit dem Taxi durchgeführt werden. Sollte man dennoch mal die Subway benutzen müssen, so muss man bis zur Station Gwangnaru fahren und dann einer großen Straße Richtung Norden folgen. Am Ende erklimmt man mit Hilfe eines unbeleuchtenden Pfades dann den Berg des W (party:CHECK siehe unten).



Tag 2, 16. August 2009 Seoul Reisebericht


Nach einem kleinem und erlesenen Frühstück im Metro Hotel ging es direkt  zum Changdeokgung, Changgyeonggung und zum Jongmyon. Bei Anreise mit der Metro sollte man beachten, dass jeweils nur ein Eingang im Süden und im Nordosten existiert. Das gesamte Areal ist von einer hohen Mauer umgeben.  Dieses National Treasure wird von unzähligen Gebäuden gebildet. Viele Paläste und die Stadtmauern bilden in diesem Viertel eine harmonische Einheit.

Gleich im Anschluss besuchten wir das Touristenviertel Insadong. Hier gibt es genug Geschäfte, die das Touristenherz höher schlagen lassen. Wir besuchten das Tea House Museum und dann noch eine Pottery. Wir zogen es doch vor, in einem architektonisch interessanten Haus eine Recycling Tasche aus Bannerplane zu kaufen.

In diesem Viertel gibt es sehr viele Restaurants, die leider zu sehr auf Touristen abgestimmt sind und nicht mehr so in Erscheinung treten wie wir das von der normalen Koreanischen Küche gewohnt waren.

Dieser Stadtteil ist speziell auf Touristen zugeschnitten. Viele Reiseführer empfehlen dieses Viertel, wir konnten uns mit dem abendlichen Angebot nicht anfreunden, zumal einige Restaurants schon um 20.00 Uhr geschlossen hatten.

Negativ ist uns das Restaurant Min’s Club aufgefallen (stay away!). Zwar ist die Location ganz nett auf koreanisch getrimmt, aber das Essen entsprach weder dem Preis, noch unserer Erwartung. Wenngleich die Speisen (zum Beispiel koreanisches Beef) von ausgezeichneter Qualität sein können, ist das künstliche Maß an Europäisiserung für Touristen wie uns uninteressant und enttäuschend.


Auf direktem Wege ging es für uns zur Subway Haltestelle Norangjin ganz in der Nähe des Fischmarktes und der Insel Yeouido. Wir besuchten als erstes den nahe gelegenen Fischgroßmarkt ‚Noryangjin’. Hier gibt es alles was der Gourmet begehrt. Es ist wirklich sehr interessant, was alles auf diesem Fischmarkt rund um die Uhr verkauft wird. Unendlich viele Stände mit den unterschiedlichsten Fisch und Meeresfrüchten faszinierten uns von Anfang an. Insbesondere die vielen Muschelarten waren sehr interessant. Selbst zur Mittagshitze gab es einige Fischverkäufer, die ihre Ware verkaufen wollten. Im oberen Stockwerk des Gebäude findet man unzählige Restaurants. Hier werden dann die Fangfrischen Meerestiere verarbeitet. Auf Grund des warmen Wetters und der fortgeschrittenen Zeit legten wir keine Snackpause ein, sondern versuchten auf die Insel Yeouido im Han River zu gelangen.

Nach mehreren verzweifelten  Versuchen auf die Insel Yeouido per pedes zu kommen, nahmen wir entnervt das Taxi. Direkt im Building 63 existiert in der untersten Etage ein großer Vergnügungspark. Aquarium, Wachsfigurenkabinett und weitere Attraktionen begeisterten unzählige Familien. Wir nahmen den Außenlift in die 63. Etage. Das Vermarktungskonzept des Towers sah eine Skygallery vor. Naja ein halbwegs berühmtes Bild von Andy Warhole war wenigstens zu besichtigen - es geht jedoch im beengenden Massendurchschub unter.

Eintritt 11.000 Won nur für die Skygallery. Der Ausblick ist fantastisch. So kann man wirklich die Ausmaße dieser gigantischen Stadt erkennen.


Fortsetzung: Suwon Reisebericht

danach: DMZ / Panmunjom Reisebericht


Rückkehr nach Seoul am 19. August 2009

Europäisches Viertel von Seoul Reisebericht

Nach der USO DMZ Tour zog es uns in das etwas europäischere Viertel rund um den Dosan Park in der Nähe der Subway Station Apgujeong. Dieses Viertel hatte es uns angetan, denn zum ersten Mal sahen wir mehrere Autos Made in Germany. So waren insbesondere die BMWs beliebt. Weiterhin sind hier die architektonisch am interessantesten Bauten zu sehen. Schlussendlich gab es dort auch eine große Anzahl an verschiedensten Kneipen. Wir besuchten zum Beispiel gleich am Anfang einen Paul Smith Laden. Weiterhin findet man in diesem Viertel die ganze Bandbreite westlicher Designermarken. Im Sommer kann man bei den ganzen Kneipen auch draußen sitzen. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Viertel zu besuchen. Doch ein Wermutstropfen bleibt, denn der Spaß ist nicht ganz billig. Die Preise liegen teilweise deutlich über den deutschem Niveau. Aber mindestens einmal sollte man es sich leisten.

Auch die Geschäfte sind sehr interessant. Leider waren wir nur abends dort und wir konnten deshalb nur bedingt shoppen. Wir tranken dafür eher Cass Bier. Gegen 22.45 Uhr sollte unser Zug abfahren. Doch ich vermasselte das Erreichen des Zuges, da ich den Bahnhof Seoul Station mit dem Bahnhof Seoul Cheongnyangni im Stadtteil Dongdaemun-gu verwechselte. In hasst holten wir mit dem Taxi das Gepäck im Metro Hotel ab und dann schnappten wir uns ein VIP-Taxi. Der Fahrer war schon so stark gealtert, dass er uns nicht so schnell folgen konnte. Wir hatten nur noch wenige Minuten bis zur Abfahrt des Nachtzugs nach Gangneung und der Fahrer verstand zuerst nicht unser Ziel und fuhr dann nicht flott genug. Völlig entnervt verließen wir das Taxi an einer Straßenkreuzung.


Schade, dass wir aus Ermangelung freier Zimmer im Metro Hotel Seoul auf das IBIS Hotel Seoul Downtown umschwenken mussten.

Wir fielen gleich in die Betten unseres Raucherzimmers im 14. Stock.


Fortsetzung: Sokcho Reisebericht


Linkempfehlung: REISEN NACH SEOUL (TABIBITO.DE)

party:CHECK






WOOBAR
DESIGN: 5/5
GETRÄNKE: 3/5
PARTY: 3/5
hotel:CHECK

METRO 
HOTEL
DESIGN: 4/5
SERVICE: 3/5
COMFORT: 3/5
BREAKF: 4/5
PLV: 5/5
restaurant:CHECK






NAOS NOVA
PLV: 4/5
ESSEN: 5/5
ARCHITEKTUR: 5/5
GETRÄNKE: 4/5 
(es fehlte das Bier)


HIGHLIGHTS IN SEOUL

GYEONGBUKGUNG
CHANGDEOKGUNG/JONGMYO
NATIONAL MUSEUM OF KOREA
N‘SEOUL TOWER
NAMDAEUM
JONGNO  TOWER
63 BUILDING
NORYANGJIN FISH WOHLESALE MARKET












m-hesse.com selected places

Die Eintrittskarte in den Gyeongbokgung Palace kostet 3.000 Won

Die Eintrittskarte in das Nationalmuseum kann man kostenlos abholen

Text: Tjark Metzner

15. August 2009

Das erste Hotel Koreas wartet den Gästen heute als Designhotel auf. Die Zimmer sind elegant gestaltet aber dafür ist die Aussicht aus den Fenstern umso trister. Die Hotelangestellten sind sehr hilfsbereit und sprechen fließend Englisch. Selber ist das Gebäude gerade einmal 9 Etagen hoch und damit auch viel kleiner als die umliegenden Gebäude. Das inkludierte Frühstück ist leider kein Buffet, kann aber durch die wunderbar angerichteten Frühstücksgerichte glänzen - auch der Ausblick ist sehr gut. Das Volumen des Frühstücks ist nicht sehr groß und man wird schnell wieder hungrig. Dieses Hotel liegt sehr zentral im Businessviertel, Downtown. Von hier sind einige Sehenswürdigkeiten nur einen Steinwurf entfernt.

Ein großer Vorteil ist, dass insbesondere die Konsumstraßen mit sehr vielen Geschäften im Süden an das Viertel des Hotels anschließen. Sehr viele junge Koreaner bevorzugen dieses Viertel. Noch sei zu erwähnen, dass sich im Anschluss an die Lobby ein Smoothie King befindet.