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Yeosu
Hyangiram

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Hyangiram Tempel

Hyangiram Reisebericht (Yeosu / Insel Dolsando)


An diesem 25. August wollten wir nach Hongdo mit der Fähre übersetzen. Doch der (Netto-)Preis von 40 Euro pro Person schreckte uns ab. Wir dachten uns, für 20 Euro können wir auf dem Festland viel mehr erleben. Deshalb gingen wir zum Bahnhof und nahmen den KTX nach Gwangju. Der KTX-Bahnhof liegt im Stadtteil des Flughafens von Gwangju und deshalb auch etwas außerhalb (rund fünf Kilometer). Um zum Busbahnhof zu gelangen Sollte man den 300 Meter langen Weg vom Bahnhof bis zur U-Bahnstation finden, dann kann man in 25 Minuten bis in die Innenstadt fahren. Vom U-Bahnhof Hwajeong aus sind es bis zum Intercity Bus Terminal insgesamt 2 Kilometer. Jedoch kann man schnell die Orientierung im Straßengewirr verlieren. Wir hingegen steuerten zielstrebig auf das Terminal zu.


Zum Frühstück schauten wir kurz in der Lotteria vorbei, bevor unser Bus nach Yeosu aufbrach. Die über einstündige Fahrt ist wenig spektakulär und ein Nickerchen bietet sich an. Yeosu ist herrlich gelegen auf einer Halbinsel und erstreckt sich über mehrere Hügel und um Buchten. Der Ort erinnert Schwedentouristen bestimmt an die Schären, nur ist es in Südkorea im Sommer empfindlich wärmer. Yeosu selbst wird 2012 die Expo beherbergen.


Spätestens dann fährt der KTX auch direkt nach Yeosu, denn bisher ist die Schienenanbindung mehr als dürftig. Weiterhin liegt der Bahnhof viel zentraler als der neue Busbahnhof. Von diesen braucht man schon allein mit dem Stadtbus zwanzig Minuten in die Innenstadt. Doch für uns war das Ziel die herrliche Insel Dolsando.


Nach einer kleinen Stadtrundfahrt mit dem Bus Nummer 101 und 111 - die siebenmal täglich vekehren - geht es über die neue Dolsando Brücke auf die Insel gleichen Namens. Der Bus war sehr voll und wir mussten dann sogar stehen. Viele alte Leute vom Markt aus Yeosu fuhren mit diesem Bus. Weiterhin verkehrt dieser Bus nicht immer die direkte Route. Hier - an der Koreanischen Südküste -ist auf jeden Fall ein Mietwagen angebracht.


Nach knapp 90 Minuten Fahrt erreichten wir dann den schönen Touristenküstenort am Tempel Hyangiram. Nach fünfzehn Minuten Wanderung von der Bushaltestelle erreicht man diesen kleinen Tempel mit atemberaubenden Aussichten. Es ist wirklich ein wahnsinnig idyllischer Ort und wirklich der krönende Abschluss am letzten Aufenthaltstag in Südkorea. Bei tollstem Wetter entdeckten wir die kleinen vergoldeten Tempel Hyangirams. So stiegen wir dann auf den Berg Geumosan. Man sollte bedenken, dass der Weg etwas versteckt an der Versorgungsstraße des Tempels liegt (also nicht am Touriweg). Wir waren dann auf dem Gipfel die einzigen und konnten die tollen Aussichten genießen. Nach zwei Stunden ging es wieder zurück ins Touristendorf. An den Straßenseiten verkaufen Frauen alle Arten von Kimchi, den man unbedingt probieren sollte, da insbesondere hier der gatkimchi mit Senf verkauft wird. Dieser zeichnet sich durch seinen sehr milden Geschmack aus. Weiterhin befinden sich in dem Ort noch weitere Läden und Restaurants, die aber wirklich nicht so auf internationale Touristen ausgelegt sind und deshalb uns Europäern sehr Koreanisch vorkommen.


Wir erreichten unseren Bus pünktlich und konnten bei tiefstehender Sonne die Fahrt nach Yeosu genießen. Da es schon Abend wurde ging es für uns wieder zurück nach Gwangju.


Zu bemerken ist, dass direkt neben dem Busterminal der Shinsengae Departmentstore liegt. Dieser Departmentstore bietet eine große Auswahl an Premium-Läden und Marken an. So kann man hier im Shinsengae ganz in Ruhe einen der Chanel oder Louis Vuitton Stores besuchen. Zwischen dem Intercity Busterminal und dem Shinsegae Departmentstore befinden sich im unterirdischen Fußgängertunnel einige nette Restaurants. So gibt es eine große Auswahl an Chinesischen, Japanischen und natürlich Koreanischen Restaurants. Nach der Qual der Wahl befanden wir uns unverhofft im Bibimbap-Restaurant. Das Essen war mehr als scharf und hatte sozusagen einen Brandherd in unseren Margen hinterlassen, von dem wir uns erst Tage später erholten.

Für uns war der Aufenthalt in Gwangju alsbald zu Ende und wir nahmen nach der Reservierung den Sameaul nach Mokpo. Hier ab Gwangju sind die Züge wirklich sehr leer und man kann es sich an einem der vis-à-vis Sitzplätze bequem machen. Da der Sameaul nur 1. Klasse Wagen hat, konnten wir die letzten Kilometer bis Mokpo ganz entspannt zurücklegen. Die Fahrt auf einer teilweisen Neubaustrecke war sehr angenehm und laufruhig. Denn zwischen Mokpo und Gwangju (KTX Station) wurden einige Abschnitte völlig neu gebaut und Tunnel hinzugefügt. Dadurch erhöht sich die Reisegeschwindigkeit bis auf gefühlte 200 km/h. Gerade auf dieser Strecke fährt man durch viele Felder und es gibt kaum Hügel oder Dörfer. Die Landschaft ist ganz sanft. Unaufgeregt kommen wir in Mokpo an und holen unser Gepäck um dann den Huhunghwa  1412 um 23.00 nach Seoul Yongsan zu nehmen. Doch wir sind schon 45 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof und müssen warten, bis das Abfahrtsgleis bekannt gegeben wird. Denn hier in Mokpo stehen mehrere Huhunghwa umher und man weiß ja nicht in welchen man einsteigen soll. Zehn Minuten vor Abfahrt gehen wir an das bekannt gegebene Gleis. Wir machen es auf unseren Plätzen bequem. Der letzte Tag auf unserem Korail-Pass ist nun angebrochen und die Südkoreareise neigt sich dem Ende zu. Schon hier in Mokpo ist der Zug gut ausgelastet. Da wir nur zwei Sitzplätze hatten, war es doch unter dem Flutlicht etwas unangenehm und wir zogen uns in den Barwagen zurück. Hier im Restaurantwagen waren wir völlig überrascht von der Auswahl an Unterhaltungsmöglichkeiten. So gibt es zwei Playstation und einen Glücksspielautomat, sowie zwei Karaokeräume. Der Barwagenangestellte spielte gerade an der Playstation, als wir ihn unterbrachen. Wir orderten Bier und konnten so auf wirklich unterhaltsamer weise die Nacht zum Tag machen. Wenn man im Barwagen Karaoke spielt, dann sollte man wissen, dass im Korail Karaokebuch die aktuellen Hits ganz hinten versteckt sind. So kann man auch auf Englisch mit Englischen Untertitel singen. Die Auswahl ist wirklich riesig und reicht über alle Genre. Wir hatten dann einen guten Unterhaltungsmix gefunden. Die Räume sind mehr oder weniger Schalldicht und man kann nur durch ein Bullauge in das Zuginnere schauen. Weiterhin kosten 30 Minuten immerhin 4.000 WON. Gegen drei Uhr hatten wir den Entschluss gefasst, die letzte Fahrtstunde schlafend zu verbringen. Pünklich um 4.08 Uhr am Mittwoch dem 26. August 2009 erreichten wir Seoul-Yongsan Station. Nun sollten wir noch unseren Asiana OZ 333 Flug nach Peking erreichen. Abflug sollte um 9.45 Uhr von ICN mit einer Boing 747-400 (Jumbo Jet) von statten gehen. Wir hingegen mussten noch von 4.00 Uhr bis 5.30 Uhr am Bahnhof rumlungern, damit wir überhaupt mit der ersten U-Bahn und dem Arex zum Flughafen kommen. Gegen 7.00 Uhr erreichten wir dann den Flughafenbahnhof von Seoul Incheon (ICN). Nach kurzer Orientierung gingen wir zu den Asiana Check-in Schaltern und gaben unser Gepäck auf.


Auch wir machten die Erfahrung, dass der Flughafen ICN qualitativ in der obersten Liga mitspielt. Denn wir brauchten von dem ersten Kontakt mit der Check-in-Schalterdame bis hin zum betreten der Duty-Free Zone insgesamt sieben Minuten. Das ist bisher meine Rekordzeit bei allen Flughafenabfertigungen. Es gab nirgends Schlangen die aus mehr als drei Personen bestanden. So schnell habe ich noch nie eingecheckt.


Danke Südkorea, für den schönen Aufenthalt.


Fortsetzung: Peking Reisebericht


und: Nordkorea und Pjöngjang Reisebericht