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Haeinsa

Haeinsa (Tripitaka Koreana)  Reisebericht


Am Morgen des 24. August 2009 frühstückten wir ausgiebig im Seacloud Hotel um dann die U-Bahn zur Seoul Station zu nehmen. Wir planten für die Strecke 45 Minuten mit der Subway ein. Doch schnell merkten wir, dass die U-Bahn in Busan zur Rush Hour noch langsamer fährt als sonst. Spätestens als wir dann beim Umsteigen die Anschluss-Subway verpassten, wurde uns bewusst, dass wir den KTX 120 nach  Dongdaegu nicht mehr um 9.00 Uhr erreichen können. Da wir aber als Korail Pass-Inhaber eindeutige Vorteile besitzen, konnten wir natürlich eine weitere Reservierung für den KTX  122 um 9.30 Uhr bekommen. Dieser benötigt für die Strecke statt der 1:05 Stunden mit Halt in Busan-Gupo und Miryang insgesamt 71 Minuten. Tipp: wenn man im Viertel Haeundae nächtigt,  kann man viel schneller den Bahnhof Gupo erreichen, da man mit der U-Bahn nur einmal umsteigen muss (in Gupo fährt der Zug später los).

Die Fahrt ist - wie immer im KTX - sehr angenehm. Wir hatten ausnahmsweise mal keine Wandfensterplätze ergattert. Die Strecke schengelt sich durch ein Tal mit einem Fluss. Die Strecke ist weder trist noch aufregend. Doch zu schnell ist man dann schon in Dongdaegu Station angekommen.


Dann nahmen wir die U-Bahn zur Haltestelle Seongdangmot. An dieser Haltestelle liegt direkt der Seobu Intercity Bus Terminal. Nach erreichen konnten wir wie immer relativ zügig die Bustickets in den Gayasan Nationalpark kaufen.  Die Busse verkehren alle dreißig Minuten und legen die Strecke bis zum Eingangstor in 1,5 Stunden zurück. Unser Ziel war indes der Haeinsa Tempel, etwa zwei Kilometer hinter dem Eingangstor des Nationalparks. Die Anlage ist relativ weitläufig angelegt, so muss man den 500 Meter langen Weg vom Parkplatz/Bushaltestelle zu Fuß zurück legen. Doch es lohnt sich auch hier. Denn dieser Tempel ist ein Muss auf jeder Koreareise. Wir waren nicht enttäuscht, denn dieser Ort ist besonders Spirituell. Der Tempel Haeinsa ist nicht nur UNESCO Weltkulturerbe sondern beherbergt die berühmte Tripitaka Koreana. In architektonisch besonderen Häusern lagern 81.300 Holzplatten mit eingeritzten Schriftzeichen. Dieser Buchdruck war schon vor der Erfindung Guttenbergs in Korea bekannt. Diese Art bot die Möglichkeit Buddhistische Bücher herzustellen und die Religion schneller über den Kontinent zu verbreiten. Der Bereich der Tripitaka Koreana ist Videoüberwacht und auf dem Gelände ist an vielen Stellen das fotografieren untersagt.


Wenn man mehrere Tage an diesen Ort verbringen möchte, kann dies im Rahmen eines temple staysgetan werden.  Als Tourist wird man knapp 24 Stunden in das Leben der Mönche mitgenommen und in den Buddhismus eingewiesen. An dem Tag, als wir diesen Tempel besuchten, waren kaum Touristen da, dafür waren einige pilgernde Mönche zu sehen. Man kann dann doch ein paar Stunden auf diesem Gelände zubringen. So gibt es ein Museum und einen Kinoraum, der sogar klimatisiert war.


Daegu  Reisebericht


Nach dem wir die volle Spiritualität aufgesogen hatten, stand leider schon unsere Rückreise nach Daegu bevor. Direkt an der Bushaltestelle gab es ein alte Frau, die mit ihrer rauchigen Stimme, gerne Fahrkarten nach Daegu verkaufte. Auf der Rückfahrt vom Nationalpark benutzte unser Regionalbus sogar die Autobahn und war eindeutig schneller unterwegs. Die Fahrten mit dem Bus kann man auch wunderbar für ein Nickerchen nutzen.


Ausgeruht kamen wir am Busterminal an und wir deckten uns mit Snacks von der Bäckereikette „Tous les jours“ ein. Noch an jenem Abend nahmen wir den KTX 152 um 17.41 Uhr nach Daegu. Für die kurze Strecke mit einer Fahrzeit von 48 Minuten gönnten wir uns den 3.000 Won Aufschlag für die erste Klasse. Nachdem wir unsere Sitzplätze hatten, machten wir uns mit den Goddies von Korail vertraut. So gab es kostenloses KTX-Wasser und unendlich viele verschiedene Zeitungen. Wir nahmen uns den „Korea Herald“, welcher uns inhaltlich mehr überzeugte als die „Korea Times“. Weiterhin ist der Sitzabstand wirklich groß und die Sitze sind bequem und auch manuell drehbar. Zwischen Daegu und Daejeon gibt es auch eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, doch zuerst zuckelt man circa 10 Minuten auf der alten Strecke umher. Dann erreicht der Zug kurz 300 km/h und fährt den Rest der Strecke um 220 km/h. Pünktlich erreichten wir den Bahnhof Deajeon. Da wir hier einen Aufenthalt von einer Stunde hatten, konnten wir uns in der Korail Samsung Lounge ausruhen. Zutritt nur mit der Fahrkarte 1. Klasse. Leider hatte die Lounge in Deajeon keine Fenster, dafür aber kostenlosen Kaffee und Tee. Wir wollten noch weiter nach Mokpo, da die KTX nach Mokpo von dem Bahnhof Seodaejeon abfahren, mussten wir einen Bahnhofswechsel vollziehen. So wollten wir zur Rushhour das Taxi für die drei Kilometer nutzen. Doch brauchten wir für die Strecke knapp 30 Minuten. Gefühlt standen wir an jeder Ampel mehrere Minuten, doch glücklicherweise konnten wir den KTX nach Mokpo geradeso noch erreichen. Ausgestattet mit etwas Cass Bier ging es dann die zwei Stunden bei Nacht von Seodaejeon nach Mokpo.


Ausgeruht angekommen und kurz nach 22 Uhr suchten wir uns ein billiges Motel. Wir entschieden uns für das Motel, welches gleich neben dem „Good Morning Motel“ gelegen war. Nach dem Einchecken mussten wir wieder zurück zum Bahnhof, um Geld abzuheben. Tipp: In Mokpo kann man nur im Bahnhof 24h Geld abheben. Danach ließen wir den Abend in der Beach Gallery beim Bier ausklingen. Bei wärmsten Nachtwetter unterhielten verschiedenste Künstler die Gäste der Beach Gallery.


Das Finale: Hyangiram Reisebericht