Georgien Reisebericht: wir reisen nach Tiflis, Batumi, Gori und Telavi
Martin Hesse

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text: tjark METZNERkaukasus.html

Georgien Reisebericht
& Tiflis City Guide


1.August 2010

Fliegen, ein Produkt von Lufthansa (siehe Werbekampagne 2010), brachte uns am 28. August 2010 von Prag über München an einem sommerlichen Nachmittag pünktlich um 15 Uhr an den Flughafen Tbilisi International.

Direkt durch den Andockschlauch strömte die Menschenmasse aus dem A319 „Frankfurt Oder“ in den georgischen Zollbereich. Mit einem eher zurückhaltenden „Willkommen in Georgien“ wurden wir durch die Zöllner das erste Mal auf der Reise durch den Kaukasus in Georgien auf Deutsch begrüßt. Minuten später, mit Gepäck ausgestattet, verließen wir den sicheren Transitbereich und es sprachen uns nur vereinzelt Taxifahrer an. Völlig zielstrebig verließen wir deshalb das Terminal. Zwischen Terminal und Flughafenbahnhof schnappten wir uns eine Marschrutka Richtung Innenstadt. Gespannt auf die Stadt wussten wir nicht wohin mit uns. Wo ist eigentlich unser Apartment? Erschöpft von der nicht vorhandenen Nacht in Prag ging es irgendwo hin, aber jedenfalls in die Innenstadt. Keti, eine georgische Deutsch-Studentin, welche gerade aus ihrem Auslandssemester in Deutschland heimkehrte, half uns bei der Bezahlung der Marschrutkafahrt. Vorsicht, denn die Kleinbusse in Tiflis nehmen keine Geldscheine sondern nur Kleingeld. Nach einem Georgisch-Crashkurs mit Keti hatten wir schon den ersten Eindruck von Tiflis erhaschen können.

Minuten später waren wir an der Rustavelistraße und warteten auf unsere Vermieterin vermittelt durch besttbilisiapartments.com. Wir hatten ein Apartment für 50 US$ mitten in Tiflis gebucht. Nach kurzer Absprache konnten wir in dem Apartment für die nächsten drei Nächte einziehen. Nur die Wohnung mussten wir sofort bar in US Dollar bezahlen. Auf jeden Fall überraschte die Studiowohnung mit westlichen Annehmlichkeiten und dem Innenhof mit typischen Rebstöcken und netten Nachbarn. Die Unterkunft ist wirklich empfehlenswert. Die Lage ist sehr zentral und war direkt gegenüber dem Tbilisi Marriott Hotel und dem Aprilis Park. Zur Altstadt war es nicht weit, insgesamt war das Studio wirklich sehr günstig.

Der Samstag war schon fast rum, so gingen wir zuerst durch die Altstadt, um das Spaß- und Ausgehviertel anzusteuern. Die Straßen Bambis regis, Rkinis rigi und Shardenis qucha stellen für Tifliser den Partymittelpunkt dar.

Genau dort suchten wir uns etwas zum Dinieren. Essen waren wir zuerst im Casablanca (Ecke Rkinis rigi und Bambis rigi) und dann Shisha/Wasserpfeife rauchen im Marrakesch  (Shardenis qucha). Beide Lokalitäten hatten die gleiche Inhaberin. Die Restaurants wurden gegen 21 Uhr gut frequentiert. Auch die Bars sind gegen 22 Uhr sehr voll. Alle Bars und Restaurants beschallen die Umgebung mit ihrer eigenen Musik. Deshalb sollte man aufpassen, wo man sich platziert... sonst sitzt man direkt zwischen zwei Musikstilen  –  das ist nicht so angenehm. Die drei angesprochenen Straßen warten mit einer Vielzahl von Locations auf und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.



29. August 2010

Die Sonne stand schon hell am Himmel über Tiflis und wir besuchten zuerst eine Hochzeit an der nahegelegenen Kashveti Kirche direkt gegenüber dem Parlament (liegt alles an der Rustaveli Straße). Weiter ging es bis zum Platz Tavisuplebis Moedani und der Puschkin Statue. In der Nähe des Platzes befand sich auch unsere nächstgelegene  gleichnamige Metrostation Tavisuplebis Moedani. Wir nahmen die Metro, um am Hauptbahnhof Fahrkarten für die nächsten Tage zu kaufen. Dabei fiel uns der kernsanierte Hauptbahnhof von Tiflis positiv auf. Im gesamten Gebäude eröffneten neue verhältnismäßig edle Boutiquen, die einiges her machen. Wir entspannten auf unserer Reise durch den Kaukasus mehrmals in der Jakobs-Kaffee-Lounge oder im gegenüberliegenden Foodcourt (direkt beim Fahrkartenschalter).  Nachdem wir alle Fahrkarten, bis auf das internationale Ticket nach Baku, gekauft hatten, shoppten wir im Supermarkt namens Gmart, welcher sich im Untergeschoss des Bahnhofsgebäudes befindet.


Zurück in der Altstadt von Tiflis stürmten wir bei schönstem Sommerwetter das Narikala Fort, um dann auf dem Bergscheitel die Mutter Georgiens „Kartlis Deda“ zu besichtigen. Anschließend wanderten wir an dem vom Multimilliardär Boris Ivanishvili erbauten Business Center entlang. Auf unserer Reise wussten wir gar nicht, was dieses hypermoderne, monströse und bizarre Gebäude überhaupt am Berg soll. Anschließend stiegen wir ins Solokai Viertel hinab, um uns zu Fuß zum Furnikular durchzuschlagen. Das Furnikular war zwar geschlossen, trotzdem unternahmen wir den Aufstieg zum Mtatsminda Park. Am Fuße des Berges bot uns der Mobilfunkprovider Geocell (ein Ableger von Turkcell) kostenlosen WLAN-/WiFi-Zugang in einem öffentlichen Park an – tolle Idee. Vorbei an der Mamadaviti Kirche stiegen wir immer weiter auf. Während des Sonnenuntergangs erreichten wir dann endlich den Freizeitpark. Entkräftet wurden wir bei Ankunft mit Robbie Williams Hitsingle Rock DJ, da der komplette Freizeitpark mit ohrenbetäubender Popmusik desinfiziert wird. Wie dem auch sei, wir genossen die spektakuläre Aussicht und die Fahrgeschäfte. Insbesondere das im Bau befindliche Riesenrad imponierte. Martin stellte fest, dass die Idee, ein Riesenrad auf einen Berg zu bauen, einmalig sei.

Ein Besuch in diesem eintrittsfreien Park ist im Sommer am kühleren Abend empfehlenswert. Inwieweit der Park im Winter geöffnet ist, können wir nicht sagen.

Doch die Abreise aus dem Park (bei defektem Furnikular) stellte ein Hindernis dar. Es gab keine Taxen und wir mussten auf den Linienbus warten. Nach dem Ticketkauf ging es bis zum Marktplatz in der Altstadt „Gorgasalis moedani“. Von dort peilten wir ein Terrassenrestaurant in einem Hotel am Heydar-Aliyev-Platz an (unweit der alten blauen Moschee). Es wurde gerade kräftig auf der Außenterrasse gefeiert. Wir fanden hingegen noch Platz im Innenbereich. Diese Location war für Upscale-Georgier gedacht. Sehr beliebt bei den Gästen waren Früchteplatten und Desserts. Auch wir genossen eine Früchteplatte (10 GEL), die nach dem Sightseeing-Tag gut tut.

Das Essen nach westlicher Art konnte uns nicht überzeugen, wie auch das einheimische Bier (Herzog Bier). Auf dem Rückweg durch die Altstadt gingen wir zur Eisdiele unseres Vertrauens namens „Luca Polare“ in der Leslidzis qucha.



Tiflis City Guide


Übernachtung

Besttbilisiapartments.com bietet eine Menge an Unterkünften in der ganzen Stadt. Nachteil ist, dass ein Minimum von drei Übernachtungen vorausgesetzt wird. Neue Hotels wie das Hyatt werden gerade erbaut. Das zentral gelegene Radisson Blu ist hingegen schon fertig und bietet sich als gehobener Gateway an. Auch ganz hübsch ist das Ambassadori. Weiterhin gibt es eine große Anzahl an günstigen Hotels und Hostels, welche von dem Studentenviertel Vere bis zum südlichen Ende der Altstadt verteilt sind.


Essen   

Den Party- und Restaurantmittelpunkt bilden die am Gorgasalis moedani in der Altstadt gelegenen Restaurants in den Gässchen Bambis regis, Rkinis rigi und Shardenis qucha. Hier findet man von russischen Leckereien über deutsche Küche bis hin zum französischen Bistro alle Geschmacks-richtungen.


Empfehlung: Peoples Restauarant & Bar

★★★★

Wir empfehlen das am Tavisuplebis Moedani gelegene „Peoples Restaurant & Bar“ (Tabidzis qucha). Peoples ist das In-Restaurant für alle Georgier. Die Preise für Essen liegen zwischen 10 und 30 Lari. Getränke bis zu 6 Lari und Cocktails bis zu 12 Lari. Hier fühlten wir uns immer sehr wohl und dieser Hotspot ist sehr gut geeignet für Peoplewatching. Ein Vorteil ist, dass hier vor allem Georgier zu finden sind und nur wenige Touristen, obwohl das Marriott Courtyard um die Ecke ist. Mehr Luxus geht in Georgien nicht!



Einkaufen in Tiflis


Wein

In der Straße Leslidzis qucha in der Altstadt gibt es drei sehr gute Weinhandlungen. Die netten Mitarbeiterinnen bieten gerne ein paar Weine zum probieren an. Wir empfehlen folgende Weine:

- Schuchmann

- Teliani Valley Saperavi 2007 dry/trocken


Tschocha

Eine der Einkaufsstraßen ist die Melikishvilis quba im Studentenviertel Vere. Beeindruckt hat uns ein nobler und professioneller Tschocha-Shop (Tracht der georgischen Männer) mit einer grandiosen Auswahl an wirklich stilsicheren Tschochas. Das Mitbringsel kostet um die 200 Lari.


Georgian Fashion Designers

★★★★

Der modische Laden befindet sich auch im Studentenviertel von Tiflis und ist direkt in der Parallelstraße zur Melikishvilis quba. Weiterhin gibt es hier regionale Designermode zu kaufen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!


Lebensmittel

Der beste Supermarkt -Gmart- befindet sich im Hauptbahnhof (vaksal) und bietet eine erstklassige Auswahl an Chilled Food, deutschen Produkten und Wein an. Empfehlenswert ist außerdem georgischer Tee. Auch hier kann man sehr guten Wein/Schnaps einkaufen.


Architektur

Eines der eindrucksvollsten Gebäude ist das Transportministerium. Ein weiteres Highlight ist die Rustaveli Straße, die von imposanten sozialistischen Gebäuden gesäumt wird. Der Fernsehturm steht direkt auf dem Berg und blinkt nachts.

Weiterhin sehenswert sind die Häuser der Altstadt. Zusätzlich lohnt ein Ausflug zum Hauptbahnhof. Direkt über den Fluss Mtkvari spannt sich eine nagelneue Fußgängerbrücke mit einem gläsernen wellenförmigen Dach. Die gesamte Brücke leuchtet nachts wie der Fernsehturm psychedelisch.


Party

Die Partymeilen in der Hauptstadt sind die Bambarooms. Leider sind diese im Sommer geschlossen, da die Partycrowd nach Batumi umzieht.


Allgemeines

Wenn man in Georgien war, könnte man meinen, dort wurde der kostenlose WiFi-Zugang erfunden. Kneipen, Bars, Shops, Bahnhöfe oder Parks sind mit kostenlosem Internet ausgestattet. Also iPhone mitnehmen und lossurfen!

Hier muss auf jeden Fall noch die Website info-tbilisi.com erwähnt werden, denn diese Website bietet rudimentäre, aber nennenswerte Berichte zu Restaurants und Shops in Tiflis an.



Tagesausflüge ab Tiflis

Mtskheta, Svetitskholi und Gori Reisebericht

30. August 2010

Tiflis nutzten wir als Hub für Ausflüge in die Umgebung von Tiflis. Am ersten Ausflugstag sollte es Richtung Gori gehen und als Highlight ein UNESCO Weltkulturerbe einschließen.

Erster Akt des Tages war es nach einem kleinen Frühstück mit der Metro zum Busbahnhof Didube zu fahren, um uns einen Bus zum Weltkulturerbe Mtskheta zu suchen. Alsbald wurde deutlich, dass sich dieses Unterfangen schwerer realisieren lies als gedacht. Deshalb nutzen wir die Chance, als uns ein Taxifahrer ansprach. Wir handelten einen fairen Festpreis von 120 Lari für Mtskheta, Gori und Uplistsikhe aus. Wir hatten einen wirklich grandiosen Taxifahrer gefunden oder besser gesagt, er hat uns gefunden. Zuverlässig, nett und ehrlich war unser Taxifahrer. So ging es stadtauswärts auf die Autobahn und schnell erreichten wir die 30 Kilometer entfernte Jvari Kirche auf dem Berg über Mtskheta. Die Aussicht war sehr schön. Mit dem ÖPNV hätte man den Platz ohnehin nicht erreichen können.

Anschließend fuhren wir an die im Tal gelegene Kathedrale Svetitskholi. Diese ist in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Vor dem Eingang versuchen Unmengen von Georgierinnen, ihren Kitsch und Kirchenmerchandise zu verkaufen. Auch ältere bettelnde Omas umgarnten uns. Nachdem wir das Gelände betraten, wurden wir von einem Gottesdienst überrascht. Gerade war Andacht und die Kathedrale war voll gepackt mit Menschen. So zogen wir unsere Runden um den Sakralbau und schauten uns später innen um.

Der nächste Stopp der Tagestour lag etwas außerhalb. Am Ortsausgang hatten wir die Festungsruine von Bebris Tsikhe erklommen. Anschließend ging es rasant über die Autobahn, vorbei an ossetischen Flüchtlingslagern nach Gori. Die Autobahn führt unmittelbar an der innergeorgischen Grenze entlang.

In Gori gibt es nicht viel zusehen, außer das Stalinmuseum. Die Georgier sind stolz, dass ein Landsmann auch mal die Welt beeinflusst hat. Die Verklärung um Iosif Jughashvili (Stalin) nimmt an diesem Ort kein Ende. Selbst das Geburtshaus und der Bahnwaggon stehen gegen ein zusätzliches Eintrittsgeld offen.

Nächster Stopp war die Felsenstadt Uplistsikhe inklusive Kirche. Direkt über dem Tal, in das weiche Gestein geschlagen, konnte man alte Wohnräume begutachten. Verlassen ist dieser Ort, aber der Idylle tut das keinen Abbruch.

Auf dem Rückweg platzte ein Reifen unseres Mercedestaxis, welches nach einer Stunde mit der Hilfe eines Freundes des Taxifahrers repariert werden konnte. Wir saßen so lange an der Straße und brutzelten in der Hitze vor uns hin.

In Tiflis gingen wir abends noch in ein typisch georgisches Restaurant direkt an der Leslidzis qucha. Für uns gab es ein paar typische Speisen inklusive der leckeren Pflaumensauce Tkemali.


Tsminda Sameba und Kazbegi Reisebericht

31. August 2010

Jede Reiseliteratur rät davon ab, an einem Tag nach Kazbegi/Stepatsminda zur Tsminda Sameba zu fahren. Dennoch sprechen folgende Gründe für einen Tagesausflug:

-Kazbegi ist fürchterlich zum Übernachten

-der Ort an sich hat keine Sehenswürdigkeiten

-die Backpacker vor Ort machen einen bemitlei-denswerten Eindruck

-alle Sehenswürdigkeiten an der Georgischen Heerstraße lassen sich bequem mit einem Taxi anfahren

-aus der Marschrutka kann man die Schönheit der Landschaft nicht genießen, diese hält auch nicht an


Entgegen den Empfehlungen der Reiseführer unternahmen wir den weiten Ausflug schließlich für 150 Lari. Schon gegen acht Uhr vereinbarten wir mit unseren Taxifahrer einen Treffpunkt und es ging das Tal des Aragvi hinauf in den hohen Kaukasus. Erster Halt war das Fort zu Ananuri am Zhinvali Stausee. Dieses malerische Fort ist ein Muss. Nicht nur weil genau an jenem Ort Berthold Brechts Kaukausischer Kreidekreis spielt, sondern auch wegen dem Flair der alten Mauern. An dem besagten Morgen waren wir zumal die einzigen Touristen. Es war traumhaft und so ruhig! Wir genossen den Aufenthalt in der Wehrkirchenburg. Weiter ging es die Heeresstraße hinauf zum Kreuzpass auf 2379m. Vorher machten wir kurz noch Halt im Skiort Gudauri an einem Sozialistischen Denkmal. Die Georgische Heerstraße ist die Lebensader im Kaukasus. Direkt auf dem Pass ist die Straße ungeteert und alle LKW zwängen sich über die Serpentinen. Auch wenn der ein oder andere NETTO („Der Familien-Discount“)-LKW zu sichten war, so bestimmt diese Strecke den Handel von Armenien mit Russland. Alle nichtflugfähigen Güter müssen über diesen Pass, um nach Armenien zu kommen.

Gleich hinter Kazbegi ist die Grenze zu Russland. Hier sind die Berge schon kleiner und man könnte glatt spüren, dass man in der Nähe von Grosny ist. Denn von hier aus sind es nur wenige Kilometer bis zur Tschetschenischen Republik. Bis zur Hauptstadt Nordossetiens Wladikawkas sind es gar nur 30 Kilometer. Für Ausländer ist der Grenzübergang in Kasbegi zu Russland v.v. gesperrt. Deshalb begnügten wir uns mit der Besichtung von an der Passstraße liegenden Mineralquellen. In Kazbegi angekommen, sollten wir in ein Allradauto umsteigen, um zur Tsminda Sameba Kirche zu fahren. Wir entschlossen uns innerhalb von zwei Stunden auf den Berg zu wandern. Gerade war auch hier Messe und sehr viele alte Frauen aus dem Dorf waren zugange. Angenehm war, dass nur vier Touristen umher liefen. Von Kazbegi kann man auch wunderschöne Wandertouren unternehmen. Aufgrund unseres eng geschnitten Zeitkorsetts, blieb diesmal keine Zeit dafür.

Auf dem Rückweg bereitete unser Taxifahrer ein leckeres Vesper mit Tomaten, Gurken, Melonen, Fetakäse und natürlich Brot zu. Wieder im Taxi waren wir sehr müde und schliefen nach dem Kreuzpass. Zwischendurch weckte uns das ein oder andere Schlagloch auf.

Dieser Tagesausflug hat sich gelohnt und wird uns sicher sehr gut in Erinnerung bleiben.

Zurück in Tiflis, gingen wir noch was Essen, um dann mit unserem Gepäck zum Bahnhof zu fahren. Denn 22:30 Uhr fuhr unser Zug 602 nach Zugdidi ab. Erst nicht sicher, welcher Zug wohin fährt, waren wir dann trotz georgischer Schriftzeichen am richtigen Wagen und bezogen unser Lux 2er Schlafwagenabteil. Wir tranken noch Pilsener Urquell aus dem Gmart im Bahnhof und schliefen alsbald ein. Der schlechte Schienenzustand weckte uns nachts mehrmalig auf.



Mestia Reisebericht

1. September 2010

Mestia - UNESCO World Heritage Site - liegt eingebettet im hohen Kaukasus im sogenannten Svanetien. Nur 20 Kilometer sind es von Mestia bis zum Elbrusberg und nur wenige Kilometer bis zur russischen Grenze. Eingebettet in den hohen Kaukasus, sind dieser Ort und sein Tal für die Wehrtürme bekannt. Wir waren uns bis zur Ankunft in Mestia nicht sicher, ob sich die Strapazen (mehrere Stunden über eine unasphaltierte Straße fahren) lohnen...

Die Anreise erfolgte chillig mit dem Nachtzug um 22:30 Uhr ab Tiflis bis nach Zugdidi, welches direkt an der Grenze zu Abscharien liegt. Derzeit kostet eine Fahrkarte im 2er Schlafwagen 15 Lari pro Person. Die paar zusätzlichen Euro für ein eigenes Abteil lohnen sich allemal. Die Wagen sind alt, die Toiletten wurden vermutlich seit dem Mauerfall in Deutschland nicht mehr geputzt. Auch wenn der Wagen sehr angenehm war, so machte die Zugfahrt trotzdem zu schaffen. Die Gleise sind schon so alt, dass der Zug nach etwa 90 Minuten nur noch 40 km/h fährt. Zusätzlich gibt es grässliche Schienenstöße, deren Geräusch sich in unseren Knochen verewigte. Der Wagen schleuderte mehrmals von rechts nach links und schaukelte sich wie ein Trampolin auf. Eine geruhsame Nacht war nur mit Ohropax möglich. Für die letzten 10 Kilometer benötigten wir gut 30 Minuten und hatten dann insgesamt 45 Minuten Verspätung am Ziel.


Am Bahnhof von Zugdidi entlarvten uns die Taxifahrer schnell als Touristen und boten uns zu einem akzeptablen Preis Fahrten nach Mestia an. Wir hingegen steuerten einen Taxifahrer an, der gerade nicht um die paar Touristen buhlte. Nachdem russisch als Verhandlungssprache von Martin festgelegt wurde, ging es um den Preis. Bei 110 Lari war Schluss und wir waren sicher, dass wir bequem nach Mestia kommen werden. Doch der Taxifahrer bekam dann kalte Füße und setzte uns nach ein paar Metern am Swanturm beim Busbahnhof ab. Hier standen schon vier Backpacker bereit zur Fahrt nach Mestia. Na toll, genau das wollten wir vermeiden. Dann kam die Marschrutka und es war warten angesagt. Denn eine Marschrutka fährt erst los, wenn sie voll ist. Nachdem es doch noch einen Zustrom von sechs Backpackern gab, konnten wir dann gegen 8:30 Uhr losfahren. Uns erwartete eine Höllentour par excellence. Unsere Plätze waren ganz hinten neben dem müffelden Backpackergepäck. Zuerst ging es übers flache Land. Schnell stieg aber die Straße an und wand sich entlang eines milchig blauen Stausees. Die Sonne stand tief. Bis zum Stausee war noch alles geteert oder mit Betonplatten versiegelt. Nach ungefähr 75 Minuten erreichten wir eine „Vertragsraststätte“ und wir machten eine entsprechend lange Pause. Die nächsten fünf Stunden vertrauten wir unserem kompakt gebauten Busfahrer mit Ray-Ban Sonnenbrille. Die Straße eng, ungeteert. Tiefe Schlaglöcher. Tiefe Abgründe, und immer wieder die Schlaglöcher. Die, die am Fenster saßen, eckten mit ihren Köpfen immer an der Zierleiste an. Es wurde warm. Uns wurde klar, Svanetiens bisher einzige Zufahrtsstraße ist eine Katastrophe! An einer Biegung standen mehrere Männer und schauten an den Hang. Ein Tanklastzug hing mit dem Truckerhäuschen noch an der Leitplanke, der Tank hingegen hing in der Luft. Aha!

Freundlicherweise wurden wir gleich zu einer Privatunterkunft chauffiert. Wir rechneten uns für die Unterkunft eine Abzocke, immerhin hat die Marschrutkafahrt 20 Lari pro Person gekostet. Doch unsere Gastgeber (ein altes Ehepaar) waren vorbereitet und wollten für Unterkunft und Essen 20 Lari pro Person. Wir zögerten nicht lang, da wir noch wandern wollten. Das Zimmer war groß, jedoch spartanisch eingerichtet. Abgerundet wurde die Unterkunft durch einen Balkon.

Wir wollten noch etwas erreichen und so peilten wir als Tagesziel das Kreuz über der Stadt an. Es sieht nicht weit aus, ist es aber trotzdem. Wir benötigten etwas mehr als zwei Stunden. Diese zwei Stunden waren aber eine Zeitreise. Wir fühlten uns wie vor 100 Jahren in den Alpen. Eine ganze Familie machte Heu, überall Kühe, Schweine und Hühner. Die Sonne erwärmte die Heuhaufen und legte einen sanften Schleier auf die Landschaft. Vom Kreuz aus hat man eine grandiose Sicht auf die umliegenden 5000 Meter hohen Berge. Alles wirkte so unberührt und natürlich. Kein Massentourismus, keine Skilifte oder abgeholzte Berghänge zerstörten diese Idylle. Hier ist der große Kaukasus, so wie man sich ihn vorstellt.

Da es schon um 18:30 Uhr Abendbrot geben sollte, hatten wir leider keine Zeit mehr, um bis zu den vom LP versprochenen Seen zu wandern. Wir stiegen folglich ab und konnten im sanften Abendlicht die Türme von Mestia im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht rücken (siehe Fotos).

Unser Abendbrot bestand „wiedereinmal“ aus Brot, Schafskäse, Tomaten, Gurken, Granatapfelsaft sowie als Dessert Joghurt mit Amarettokirschen.

Den Abend verbrachten wir auf der Terasse unseres Holzbalkons mit Blick auf den Ort und einer guten Flasche georgischen Schuchmann Weins.

Um den Ort Mestia wieder zu verlassen, muss man früh aufstehen. Zwischen fünf und sechs Uhr fahren die Marschrutkas auf dem Hauptplatz nach Zugdidi und Tiflis ab. Auch hier gilt, die Marschrutka fährt erst los, wenn kein Platz mehr frei ist. Unsere Marschrutka war diesmal etwas älter und der Fahrer war auch dementsprechend bedächtiger in seiner Fahrweise. So gab es diesmal sogar einen „Kofferaum“ für Gepäck  in der Marschrutka, um Pakete zum Basar zu transportieren. Schon am frühen Morgen übermittelte der Fahrer einen Envelope von DHL. Post für die auf dem Weg befindlichen Orte wird auch gleich mitgenommen.

Nachdem wir zielgerichtet jedes Schlagloch in Mestia abgefahren hatten, ging es dann mit zwei Israelis, einigen Leuten und zwei Kleinkindern auf nach Zugdidi. Gegen 12:30 Uhr kamen wir dort auch an. Um die verloren gegangene Zeit aufzuholen, schnappten wir einen jungen Taxifahrer im Opel Astra nach Batumi. Schnell hatten wir einen vertretbaren Preis ausgehandelt und es ging ab auf die Piste. Wie immer war die Fahrt sehr, sehr unterhaltsam. Und wie immer war der Soundtrack russische melancholische Popmusik. Nach gerade einmal 1,5 Stunden Raserei an der Küste erreichten wir das schon subtropische Batumi.



Batumi Reisebericht

2. und 3. September 2010

Völlig überrascht vom Regen und von der Stadt mussten wir unser Hotel Villa Rcheuli erst einmal finden. Da der Lonely Planet einen Zahlendreher im Buch hat, gestaltete sich unsere Suche etwas länger. Unser Aufenthalt in Batumi war mehr oder weniger verregnet. Aber so schlimm war es nicht, denn die Temperaturen waren weiterhin angenehm. Neues Wahrzeichen der Stadt ist das erst im Frühjahr 2010 eröffnete Sheraton Batumi in einem markanten Gebäude. Derzeit (Anfang 2011) befindet sich das etwas kleinere Radisson Blu noch im Bau.

Batumi ist die Hauptstadt der autonomen Republik Adscharien und boomt auf Grund der Nähe zur Türkei und als Touristenfleck. Im Herbst 2010 wurden gerade die Straßen und Trottoirs der gesamten Innenstadt/Altstadt saniert (sehenswert). Nun ist die zweitgrößte Stadt Georgiens ein hübsches Fleckchen Erde geworden. Denn das subtropische Klima verleiht dem Ort nicht nur ein üppiges Pflanzenwachstum sondern auch ein europäisches Tessiner Flair. Der Botanische Garten sowie die Strandpromenade sind eine Attraktion. Hier reiht sich ein Café ans andere. Darunter sind sehr viele ansprechende Cafés, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein paar Restaurants bieten sogar einen exklusiven Blick auf das Meer.

Weiterhin sind verschiedene Fahrgeschäfte für Groß und Klein am Ufer angesiedelt. Wir nutzten zum Beispiel das Riesenrad, welches sich wirklich lohnt. In der Innenstadt befinden sich noch weitere unzählige Geschäfte. Wir können das Geschäft der „Georgian Designers“ empfehlen mit einer Selektion der wichtigsten lokalen Georgischen Designer.

Anmerkung. Der Strand von Batumi bietet keinen Sand, sondern besteht aus Steinen. Etwa 20 Kilometer nördlich von Batumi gibt es Badeorte mit einem angenehmeren Strand und sauberem Wasser.



Restaurants und Hotels in Batumi

Man sollte wissen, wo man kulinarisch und unterhaltungstechnisch gut aufgehoben ist...


Restaurant Veronica im Sheraton Batumi

★★★★

Man sollte sich auf keinen Fall von der Lobby, dessen Personal oder dem im Erdgeschoss angesiedelten Restaurant Sunflowers abschrecken lassen. Denn direkt in der Spitze des eindrucksvollen Neubaus befindet sich dieses erstklassige Restaurant. Wir bestellten verschiedene Gerichte. Der Service war sehr gut. Stör an Spinat und Walnusssauce überzeugt dabei auch den verwöhntesten Gaumen. Ein Gedicht für umgerechnet 14 Euro. Die Weinauswahl ist gut und die Preise sind wie in ganz Georgien vertretbar.


Soho Lounge

★★★★★

Diese brandneue Lounge (Eröffnung Juli 2010) liegt südlich vom Sheraton an der Strandpromenade. Aber im Gegensatz zu den Konkurrenzcafés ist die Soho Lounge direkt in den Strand einbetoniert. Selbst an einem Donnerstag war ein DJ und ein Saxophonist anwesend und sie unterhielten die Gäste auf einem musikalisch sehr hohen Niveau. Da durfte auch der Bamba Theme nicht fehlen. Cocktails sind erschwinglich und liegen bei umgerechnet 4 bis 7 Euro. Sitzgelegenheiten befinden sich im Unterstand sowie direkt am Strand. Die Soho Lounge hat auch einen Privatstrand. Wir können diese Lounge uneingeschränkt empfehlen.


Schiffsrestaurant

★★

Enttäuschend war hingegen das Schiffsrestaurant direkt vor dem zukünftigen Radisson BLU Hotel. Das Restaurant befindet sich in einem neu gebauten Holzschiff. Das Essen entsprach nicht dem Niveau, den die Preise suggerierten. Leider wird dieses Restaurant von der Touristinformation empfohlen.


Hotel Villa Rcheuli

★★★

Obwohl das Hotel Villa Rcheuli erst 2008 eröffnet wurde, konnte man schon erste Abnutzungs-erscheinungen feststellen. Das Frühstück war eine Zumutung und auch der Service nicht überzeugend. Da Batumi eine Touristenstadt ist, sind die Hotels vergleichsweise teurer als im Landesinneren. Deshalb sollte man bei der Hotelsuche auch das neue Sheraton oder im baubefindliche Radisson Blu in Betracht ziehen.


Rückreise Batumi-Tiflis

4. September 2010

Etwas abgemäkelt von der Touristenkrankheit entschlossen wir uns den durchgehenden Zug 851 von Batumi nach Tiflis zu nutzen und Kutaisi (inkl. UNESCO) ausfallen zu lassen. Da Batumi keinen eigenen Bahnhof hat, muss man vom Vorort-bahnhof Makhinjauri losfahren. Terminiert war die Abfahrt auf 9:15 Uhr. Doch als wir ankamen bekamen wir am Schalter kein Ticket und der Zug fuhr aus unerfindlichen Gründen schon 9:00 Uhr los. Wir kauften uns direkt beim Schaffner noch zwei Fahrkarten im Wagen 13. Leider bekamen wir keine Bestätigung für unsere Fahrkarten, also war das ganze „eher inoffiziell“. Dafür bekamen wir ein ganzes Kupe-Abteil für uns allein. Wir genossen die Fahrt entlang des Schwarzen Meers und legten uns hin. Mit etwa fünf Minuten Verspätung erreichte der Zug fast pünktlich Tiflis Hauptbahnhof. Ausgeruht ging es für uns nach Vere und dort checkten wir in ein Hotel ein, welches von Deutschen geführt wird. Es war angenehm und wir wohnten direkt über dem Biergarten. Den Tag ließen wir mal wieder in der Altstadt ausklingen. Denn um fünf Uhr mussten wir am Flughafen TBS sein.


Fortsetzung des Reiseberichts in Armenien



Aus Aserbaidschan kommend machten wir zuletzt einen Ausflug nach Kachetien.


Willkommen in Kachetien

Telawi Reisebericht


Unterwegs machten wir den ersten Stopp in Nekresi. Die Kirche zu Nekresi liegt weit oberhalb des Tals und der Aufstieg ist durchaus mühsam. Verständlich, dass ein Bus gegen ein Entgelt von fünf Euro pro Person den Berg hinauf fährt. Für Taxen und Autos ist die Auffahrt gesperrt. Wir hingegen waren sportlich und meisterten die unzähligen Höhenmeter in weniger als 30 Minuten. Dementsprechend verschwitzt kamen wir in diesem alten christlichen Komplex an. Die Aussicht entlohnte uns hingegen. Ein herrliches Plätzchen Erde konnten wir ganz ohne störende Touristen genießen. Wir genossen unsere Minuten hier und wagten nach einer kleinen Fotosession den Abstieg. Als nächstes Objekt stand Gremi auf dem Programm. Die Kirche liegt direkt an der Straße nach Telawi. Wir bekamen für ein kleines Trinkgeld eine Führung auf Russisch. Anschließend durften wir den Kirchenturm besteigen. Nach weiteren 30 Minuten Taxifahrt erreichten wir unser Hotel die Rcheuli Villa (154 I. Chavchavadze Ave.) (unsere Wertung: ★★★★) in Telawi. Das Rcheuli Hotel liegt leider nicht direkt in der Altstadt, diese lässt sich aber zu Fuß in wenigen Minuten erreichen. Wir bekamen ein Zimmer mit Blick auf die gegenüber-liegenden Berge von Kachetien und einem großen Balkon. Das Zimmer selbst war sehr geräumig und auch hier waren Fashion TV und der World Fashion Channel empfangbar. In der Innenstadt hingegen waren schon gegen 17 Uhr die Touristinformation und die Zitadelle geschlossen. Deshalb fuhren wir mit einem Taxi zum Weingut Teliani Valley. Dieses Weinunternehmen war auf jeden Fall nicht auf Touristen eingestellt und erst nach kurzer Absprache mit dem Pförtner durften wir das  Unternehmensgelände betreten und ein paar Weine kaufen. Auch die Räumlichkeiten waren sehr provisorisch. Hingegen wieß eine Tafel darauf hin, dass Joe Cocker und der Präsident Georgiens Michail Sakaschwili schon hier waren. Generell ist es sehr schwierig in Kachetien Weinproben zu bekommen bzw. eine individuelle Weintour zu machen. Wir empfehlen den Kontakt zu lokalen Touristenführern. Viele Weingüter sind nicht auf den Besuch von Touristen ausgelegt, was sehr schade ist. Kachetien bietet viele gute Weine an und einige bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Den Abend ließen wir im hoteleigenen Restaurant ausklingen, welches uns leider enttäuschte. In Telawi steppt nicht wirklich der Bär. Es gibt nur drei Restaurants und sonst keine Möglichkeit irgend-etwas abends zu unternehmen. Deshalb sollte man seinen Aufenthalt homöopathisch planen. Auf jeden Fall dient Telawi als Hub für die unzähligen Kirchen und Orte der Region.


An unserem letzten Tag (15. September 2010) schnappten wir uns wieder einmal ein Taxi und besuchten das 20 Kilometer entfernte Kloster Alaverdi. Es ist nach der neuen Kirche in Tiflis der größte Sakralbau in Georgien. Es liegt in der kachetischen Ebene auf einem Feld. Das Kloster ist von einer gut erhaltenen Wehrmauer umschlossen.

Wir durften leider nicht fotografieren. Dafür wurde das Kloster gerade restauriert. Empfehlenswert ist der Kauf des geweihten Klosterhonigs. Dieser ist im angeschlossen Merchandise-Store erhältlich. Weiterhin werden gerade Unterkunftsmöglichkeiten geschaffen.


Wir machten auf dem Rückweg nach Telawi noch an weiteren Kirchen Kachetiens Stopp. Schluss-endlich kamen wir in Telawi an und wechselten den Taxifahrer. Direkt am Markt verhandelten wir den Preis von 40 Lari nach Tiflis Bahnhof. Also zirka 10 Euro pro Person. und Richtung für eine dreistündige Taxifahrt – unglaublich billig. Vor der Abend-dämmerung erreichten wir noch den Haupt-bahnhof von Tiflis und dort gaben wir unser Gepäck an der Gepäckabgabe ab. Wir besuchten ein nahe-gelegenes Einkaufszentrum und dann kauften wir noch ein paar Mitbringsel (zum Beispiel Wein, georgischer Tee).


Zum Abschluss fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt und schlossen unsere Reise bei einem ausgiebigen Essen im „Peoples“ – siehe Tiflis Empfehlungen. Gegen 1 Uhr nahmen wir dann ein Taxi zum Flughafen und checkten am Lufthansa-schalter ein. Der Nachtflug war angenehm, außer, dass mitten in der Nacht dann  das Frühstück serviert wurde. Wir hatten zwar den Flug nach Prag über München gebucht. Doch wir nutzten nur das Flugsegment bis nach München, was selbst in der billigsten Buchungskategorie möglich war.


Nicht nur Lufthansa fliegt günstig nach Tiflis sondern auch Turkish Airlines. Ganz neu im Flugplan ist jetzt Pegasus Airlines, die wirklich sehr billig dorthin fliegen! Wir haben one-way schon für 80 Euro ab Deutschland gefunden.



Wir sind sehr froh, dass wir die Möglichkeit hatten, den Kaukasus selbst zu erkunden. Knappe drei Wochen waren wir unterwegs und haben sehr viele Erfahrungen gesammelt. Wir haben sehr viele nette Menschen kennengelernt (Grüße an Keti) und wurden nicht über den Tisch gezogen. Wir hoffen, dass wir einen subjektiven Einblick in die Völker und Landschaften des Kaukasus verschaffen konnten. Deshalb würden wir uns freuen, wenn der ein oder andere auch dort Urlaub machen würde. Wir können Georgien fast uneingeschränkt empfehlen.


Es war eine tolle Zeit!


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